Zusammen Arbeit der Politik und Pharmaindustrie?


Blank vaccine to contain medicine and help restore the medical health of patients. A syringe is included for use in injections. Probable image for the COVID-19 vaccine.

Eine wissenschaftliche Arbeit analysiert evidenzbasiert den Nutzen der Impfung und wägt ihn gegenüber den Risiken ab. Die Autoren belegen, dass dieses Risiko-Nutzen Verhältnis durchaus nicht das ist, was uns die Pharmaindustrie glauben lassen möchte.

Einfluss der Politik und Pharmaindustrie

Die Arbeit wurde peer reviewt, veröffentlicht und nur kurze Zeit darauf von dem „Editorial Board“ des Journals zurückgezogen – das zumindest finanziell von der Pharmaindustrie unterstützt wird. Ein Blick auf eine unglaublich offene und direkte Arbeit und den Einfluss der Politik und Pharmaindustrie auf die Wissenschaft.

Am 24.06.2021 wurde eine peer reviewter Artikel mit dem Titel „Die Sicherheit von COVID-19-Impfungen – Wir sollten die Strategie überdenken“ in der Zeitschrift Vaccines veröffentlicht. Die Autoren der wissenschaftlichen Arbeit sind Prof. Dr. Harald Walach (der an der medizinischen Universität Poznan unterrichtet), Dr. Rainer Klement (Wissenschaftler am Leopoldina Klinikum Schweinfurt) und Wouter Aukema (unabhängiger Datenanalyst, der seit über 30 Jahren auch Regierungen berät).

In der Arbeit wird evidenzbasiert der Nutzen der Impfstoffe mit deren Nebenwirkungen verglichen und analysiert.

Für drei durch die Impfung verhinderte Todesfälle müssen wir zwei durch die Impfung verursachte Todesfälle in Kauf nehmen. Fazit: Dieser Mangel an klarem Nutzen sollte Regierungen veranlassen, ihre Impfpolitik zu überdenken.

Nur 4 Tage nach dem Veröffentlichen der Arbeit, am 28.06.2021, gab das Journal Vaccines einen Beitrag heraus, in dem erwähnt wird, dass Bedenken wegen einiger (nicht näher genannten) Aussagen in der Arbeit geäußert wurden. Nochmal 4 Tage später, am 02.07.2021, zog das Journal die Arbeit zurück. Man kann sie zwar noch herunterladen – allerdings prangert auf jeder Seite über dem Text ein großes „Retracted“ (zurückgezogen). Mittlerweile haben auch schon die Autoren zu den Vorwürfen Stellung bezogen. (Siehe Anhänge am Ende)

Das sind viele Gründe für uns, einen genaueren Blick auf die Arbeit und den Trubel darum zu werfen.

Der Nutzen der Impfung – basierend auf offiziellen Zahlen

Die Autoren der Studie errechnen zuerst den Nutzen der Impfung und ziehen dafür zwei Quellen heran: Zum einen die offiziellen Daten aus Israel, in der Daten von 1.193.236 Personen ausgewertet wurden (die Hälfte der Personen war geimpft, die andere Hälfte nicht). Zum anderen wurden die offiziellen Daten der Impfhersteller aus den Phase III Studien herangezogen (mit einer deutlich geringeren Teilnehmeranzahl).
Die Forscher errechneten aus den Daten eine wesentliche Kennzahl der Impfstoffe – die „Number needed to vaccinate“ (NNTV), die angibt, wie viele Personen geimpft werden müssen, um einen „Corona-Fall“ zu verhindern.
Das sind sehr spannende Daten, schauen wir uns diese im Detail an und beginnen bei den Daten aus Israel. Die Forscher errechneten hier drei verschiedene NNTVs, um jeweils
  1. eine dokumentierte Infektion (positiver PCR-Test)
  2. eine dokumentierte Erkrankung (Person zeigt Covid-Symptome)
  3. einen dokumentierten Covid-Todesfall zu verhindern

Die Auswertung sieht man in folgender Tabelle:

The Safety of COVID-19 Vaccinations—We Should Rethink the Policy, S. 3

Man erkennt zum Beispiel, dass anhand der Datenlage im Zeitraum 14 – 20 Tage nach der ersten Impfung 486 Personen geimpft werden müssten, um einen positiven PCR Test zu verhindern. 650 Personen müssten geimpft werden, um eine „symptomatische“ Covid Erkrankung zu verhindern und ganze 33.334 Personen müssten geimpft werden, um einen Corona-Toten zu verhindern.

Schaut man sich die Ergebnisse anhand der offiziellen Phase III Studien an, ergibt sich folgendes Bild – hier wurde nur die NNTV für die Verhinderung einer (in der jeweiligen Studie) „Corona positiven Person“ berechnet:

The Safety of COVID-19 Vaccinations—We Should Rethink the Policy, S. 3

Bei BioNTech-Pfizer sind beispielsweise 123 Impfungen nötig, um eine „Corona positive Person“ zu verhindern.

Nebenwirkungen und das Problem der Dunkelziffer

Um die Risiken der Impfung in Form von Nebenwirkungen (zumindest zeitnah zur Impfung) abschätzen zu können, nutzten die Autoren der Studie die europäische EudraVigilance Datenbank und stießen dabei auf das große Problem des „underreporting“, über das wir auch schon berichtet haben. Das Ganze wird in einer Tabelle aus der Arbeit sehr deutlich. In dieser sind links die „Individual Case Safety Reports“ (ICSR, Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen) pro 100.000 Impfdosen in rot aufgetragen. Rechts daneben sieht man die Anzahl der verabreichten Impfdosen. Man erkennt klar: Das Verhältnis gemeldeter Impfnebenwirkungen zu verabreichten Impfdosen weicht enorm zwischen den verschiedenen Ländern ab.

The Safety of COVID-19 Vaccinations—We Should Rethink the Policy, S. 2

Abweichung liegt an den jeweiligen nationalen Meldesystemen

In Deutschland werden zum Beispiel 62% weniger Impfnebenwirkungen gemeldet, als im EU-Durchschnitt. Die Autoren der Studie nehmen an, dass diese enorme Abweichung nicht an länderspezifischen Reaktionen auf die Impfung liegt – sondern in den jeweiligen, nationalen Meldesystemen:

Die ADR-Datenbank der EMA sammelt Meldungen unterschiedlicher Art, von Ärzten, Patienten und Behörden. Wir haben beobachtet, dass die Meldestandards in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich sind. Es könnte für die EMA und für die nationalen Regierungen notwendig sein, bessere Überwachungsverfahren zu installieren, um zuverlässigere Daten zu generieren.

Einige Länder haben strenge Berichtsschemata, einige berichten eher locker. Da wir davon ausgehen müssen, dass die durchschnittliche Anzahl von Nebenwirkungen in allen Ländern ungefähr gleich ist, würden wir eine ähnliche Meldequote erwarten. Wenn wir jedoch die Berichte nach Ländern untersuchen, können wir eine große Varianz sehen. Unsere Entscheidung, die niederländischen Daten als Repräsentant für Europa zu verwenden, wurde aus dieser Erkenntnis abgeleitet.

Die Autoren gehen ferner darauf ein, dass bekannt sei, dass die Dunkelziffer bis zu 99% aller Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen ausmachen (auch darüber haben wir bereits berichtet). Sie schlussfolgern, dass die Daten aus den Niederlanden deshalb sehr wahrscheinlich diejenigen aus Europa sind, die am ehesten die Realität abbilden (und die geringste Dunkelziffer haben) – und nutzen diese zum Abschätzen der Impfnebenwirkungen. Auf potentielle Kritik gehen die Autoren direkt in der Arbeit ein:

[…] Man könnte einwenden, dass es immer schwierig ist, in solchen Berichten Kausalität festzustellen. Das ist sicherlich richtig; allerdings werden die niederländischen Daten, insbesondere die tödlichen Fälle, von medizinischem Fachpersonal beglaubigt:

„Alle eingegangenen Meldungen werden auf Vollständigkeit und mögliche Unklarheiten geprüft.
Falls erforderlich, werden zusätzliche Informationen von der meldenden Partei und/oder dem behandelnden Arzt angefordert. Die Meldung wird mit allen notwendigen Informationen in die Datenbank eingegeben. Die Nebenwirkungen werden nach den geltenden (internationalen) Standards kodiert. Anschließend erfolgt eine individuelle Bewertung der Meldung. Die Meldungen werden an die europäische Datenbank (Eudravigilance) und an die Datenbank des WHO Collaborating Centre for International Drug Monitoring in Uppsala weitergeleitet. Die Zulassungsinhaber werden über die Berichte, die ihr Produkt betreffen, informiert.“

Bei der Auswertung der Daten schlussfolgern die Wissenschaftler:

Wir müssen also davon ausgehen, dass pro 100.000 verabreichten Impfungen etwa 16 Personen schwere Nebenwirkungen der Coronavirus Impfungen entwickeln werden. Pro 100.000 verabreichten Impfungen werden etwa vier Personen an den Folgen der Impfung sterben.

Anhänge

1. Ausdruck der Besorgnis: Die Sicherheit von COVID-19 Impfungen

 

2. Retraktion: Die Sicherheit von COVID-19 Impfungen

 

3. Die Sicherheit von COVID-19-Impfungen – Wir sollten umdenken die Politik