Werden Sie die EM als Vorwand benutzen, um wieder Einschränkungen zu rechtfertigen?


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte am Donnerstag eine bessere Überwachung der Fußballspiele der Europameisterschaft, da die Covid-Fälle in Europa wieder ansteigen, angeheizt durch die tödliche „Delta-Variante“, die um den Globus rast.

Delta-Stammes wurden in Kopenhagen entdeckt

Hunderte von Fällen wurden bei Zuschauern von Euro-Spielen in ganz Europa festgestellt. Träger des Delta-Stammes wurden in Kopenhagen entdeckt, und infizierte Schotten und Finnen kehrten aus London bzw. Sankt Petersburg zurück.

Russland meldete am Donnerstag den dritten Tag in Folge eine Rekordzahl an Viruserkrankungen, während in Großbritannien – wo nächste Woche das Euro-Halbfinale und -Finale stattfinden – die Infektionen trotz einer starken Impfkampagne in die Höhe schnellen.

Sie fügte hinzu, dass es auch wichtig sei, darauf zu achten, was nach den Spielen geschehe, zum Beispiel wenn sich Fans in überfüllten Bars versammelten.

„Sollte es zu dieser Vermischung kommen, wird es Fälle geben.“

Anstieg der Delta-Variante

Die besorgniserregende Situation in Europa fällt mit der Einführung eines EU-weiten Covid-Zertifikats zusammen, das das Reisen für diejenigen, die in den 27 Mitgliedsstaaten leben, erleichtern soll.

Das Dokument – im Wesentlichen ein QR-Code, der auf Smartphones oder auf Papier verfügbar ist – zeigt an, ob der Inhaber mit einem der in der EU zugelassenen Impfstoffe geimpft ist, ob er sich von einer Infektion erholt hat oder kürzlich negativ getestet wurde.

Doch der Anstieg der Delta-Variante könnte dem ein jähes Ende setzen und eine „Notbremse“ auslösen, die die Akzeptanz des Zertifikats aussetzt.

EU-Weiter Reisepass

„Was wir uns anschauen müssen, ist die Umgebung der Stadien. Wie kommen die Leute dorthin? Reisen sie in großen, überfüllten Buskonvois? Ergreifen sie dabei individuelle Maßnahmen?“ sagte Catherine Smallwood, leitende Notfallbeauftragte bei der WHO Europa, gegenüber Reportern.

Sie fügte hinzu, dass es auch wichtig sei, darauf zu achten, was nach den Spielen geschehe, zum Beispiel wenn sich Fans in überfüllten Bars versammelten.

„Sollte es zu dieser Vermischung kommen, wird es Fälle geben.“

Die besorgniserregende Situation in Europa fällt mit der Einführung eines EU-weiten Covid-Zertifikats zusammen, das das Reisen für diejenigen, die in den 27 Mitgliedsstaaten leben, erleichtern soll.

Das Dokument – im Wesentlichen ein QR-Code, der auf Smartphones oder auf Papier verfügbar ist – zeigt an, ob der Inhaber mit einem der in der EU zugelassenen Impfstoffe geimpft ist, ob er sich von einer Infektion erholt hat oder kürzlich negativ getestet wurde.

Doch der Anstieg der Delta-Variante könnte dem ein jähes Ende setzen und eine „Notbremse“ auslösen, die die Akzeptanz des Zertifikats aussetzt.

Asiatische Länder sperren zu

Auch in vielen asiatischen Ländern steigen die Fälle schnell an.

Bangladesch riegelte am Donnerstag komplett ab, Armee und Polizei patrouillierten auf den Straßen, während 168 Millionen Menschen in ihren Häusern blieben, außer für Notfälle und um lebensnotwendige Dinge zu kaufen.

Viele Krankenhäuser haben zu kämpfen, besonders in den Grenzgebieten zu Indien, wo der Delta-Stamm zuerst entdeckt wurde.

Einige ländliche Städte haben Infektionsraten von 70 Prozent verzeichnet.

Indonesien ist von einer riesigen Coronavirus-Welle überfordert

Das Gesundheitssystem in Indonesien ist ebenfalls von einer riesigen Coronavirus-Welle überfordert, die die Regierung gezwungen hat, ab Samstag Notfallbeschränkungen zu verhängen.

Die mehr als zwei Wochen andauernden Beschränkungen betreffen die Hauptstadt Jakarta, das stark betroffene Java und die Ferieninsel Bali.

Auch Malaysia hat strengere Einschränkungen in einigen Teilen von Kuala Lumpur und dem benachbarten Bundesstaat Selangor angekündigt.

Trotz des Wiederauftretens des Virus und der Warnungen, es langsam angehen zu lassen, treiben viele Nationen ihre Pläne zur Öffnung ihrer Wirtschaft und zur Wiederbelebung der von der Pandemie schwer getroffenen Sektoren, insbesondere des Reise- und Tourismussektors, voran.

Thailand startete am Donnerstag sein „Phuket-Sandbox“-Projekt, in dessen Rahmen geimpfte internationale Reisende den Urlaubs-Hotspot besuchen können, ohne in Quarantäne gehen zu müssen.

„Nachdem ich zwei Jahre lang nicht gereist bin, habe ich den Sandkasten von Phuket gewählt, um meine Stimmung zu ändern“, sagte der 37-jährige Omar Ricalraeesi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, einer der ersten Passagiere, der landete.