Steigen Todesfälle in Europa bei unter 75-Jährige im Vergleich zum Jahr 2020 sprunghaft an?


In Europa geht etwas Seltsames vor sich. Bei Menschen unter 75 Jahren ist die Sterblichkeit im Vergleich zum Coronajahr 2020 stark angestiegen. Mit anderen Worten: Es sterben deutlich mehr Menschen als in dem Jahr, in dem wir eine Pandemie hatten.

Kumulative Sterblichkeit

Die Website EuroMOMO, die die Sterblichkeitszahlen in 24 europäischen Ländern erfasst, zeigt, dass im vergangenen Jahr bis zur 39. Woche die kumulative Sterblichkeit in der Altersgruppe 15-44 Jahre 2258 betrug. In diesem Jahr liegt die Sterblichkeitsrate bisher bei 4046, das ist ein Anstieg von nicht weniger als 79,2 Prozent.


Ein ähnlicher Anstieg ist in der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen zu verzeichnen. Im Coronarjahr 2020 betrug die Sterblichkeit in dieser Kategorie bis einschließlich Woche 39 16.869. In diesem Jahr sind es 28.645, was einem Anstieg von 69,8 Prozent entspricht.

Auch in der Alterskategorie 65-74 Jahre ist ein erheblicher Anstieg zu verzeichnen. Im letzten Jahr lag die Sterblichkeitsrate bis einschließlich der 39. Woche bei 29.796 und in diesem Jahr bei 46.097, was einem Anstieg von 54,7 Prozent entspricht. Auch in der Kategorie 0-14 Jahre ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Impfungen oder Folgen von Abriegelungen

Die Journalistin Annelies Strikkers stellte außerdem einen explosionsartigen Anstieg der Übersterblichkeit in Europa fest, insbesondere bei Menschen unter 75 Jahren. „Beunruhigend“, schreibt sie auf Twitter.

„Von links nach rechts: Ob es nun um Impfungen oder um die Folgen der Abriegelungen geht, es ist auf jeden Fall beunruhigend“, antwortet der Neurologe Jan Bonte. „Oder eine Kombination davon“, fügt Strikkers hinzu. „Vor allem die Zunahme von 79 Prozent bei jungen (meist noch gesunden) Menschen finde ich sehr auffällig und beunruhigend. Was genau die Ursache dafür ist, muss untersucht werden.