Fordert Denkfabrik härteres Vorgehen gegen unabhängige Medien?


Das von Bill Gates und George Soros gesponserte «Institute for Strategic Dialogue» (ISD) warnt vor «Desinformation» im Internet. Die Denkfabrik analysierte regierungskritische Onlinemedien – darunter auch «Corona-Transition».

Die regierungskritische Szene wird scharf beobachtet

Neben staatlichen Stellen, die seit Monaten die Bürgerrechtsbewegung akribisch überwachen, werden auch sogenannte Wissenschaftler nicht müde, die Szene genau zu beobachten. Jüngstes Beispiel dafür: Ein Bericht des deutschen Ablegers der Denkfabrik Institute for Strategic Dialogue (ISD).

Die Denkfabrik scheint besorgt zu sein angesichts des Misstrauens, das unzählige Bürger gegenüber der Regierung haben. In ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht «Überdosis Desinformation: Die Vertrauenskrise – Impfskepsis und Impfgegnerschaft in der Covid-19-Pandemie» analysierten mehrere Autoren die Massnahmenkritiker.

Was man zum ISD wissen muss

Die Denkfabrik wird von zahlreichen Stiftungen finanziell unterstützt. Dazu gehören neben anderen die Bill & Melinda Gates Foundation, George Soros’ Open Society Foundations, das International Republican Institute (IRI), die Mercator Stiftung Germany und Mercator Stiftung Switzerland, das National Democratic Institute sowie die Omidyar Group.


Zu den Geldgebern gehören des Weiteren auch zahlreiche Regierungen. Grosszügig zeigen sich die Aussenministerien der USA, Dänemarks, Norwegens, Schwedens, der Niederlande und der Schweiz. Vor diesem Hintergrund müssen die Ergebnisse interpretiert werden.

Zurück zum Bericht: Dieser wertete insgesamt über 400’000 Posts von mehr als 1000 Nutzern auf Facebook, Twitter, Instagram und Telegram während des Zeitraums vom 21. Dezember 2020 bis zum 5. April 2021 aus. Dabei gelangte das ISD zu folgenden Erkenntnissen über die regierungskritischen Bürger und deren Tätigkeiten in den sozialen Netzwerken:

«Die Kerneinsicht ist dabei eindeutig: Die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Impfdebatte ist in Teilen erfolgreich.»

Das ISD stellte fest, dass die Kanäle, in denen «impfstoffbezogene Desinformationen» verbreitet wurden, zwischen April 2020 und April 2021 auf Facebook-Seiten um 21,2%, und in -gruppen um 28,5% wuchsen. Weiter heisst es in dem Bericht: «Noch deutlicher war mit 189% der Anstieg auf Instagram. Auf Telegram stieg die Leserschaft verschiedener Kanäle um bis zu 471%. Dieses Wachstum war über alle Plattformen hinweg besonders stark zu Beginn der Pandemie, zur Einführung des zweiten Teil-Lockdowns sowie nach dem Stopp des AstraZeneca-Impfstoffs zu beobachten.»

Laut dem ISD hätten sich seit Beginn der «Pandemie» immer mehr Menschen an Kanälen orientiert, «die Desinformationen verbreiten». Die Followeranzahl sei in allen beobachteten Facebook-Seiten zwischen April 2020 und April 2021 auf über 4,5 Millionen angestiegen.

Am häufigsten wurden gemäss ISD in den Posts auf Inhalte von Wochenblick.at (9703), RT (7738), Epoch Times (6855), Bild (4520), Welt (4101) und Reitschuster.de (3607) verlinkt.

Pikant: Die ISD nennt Wochenblick.at ein FPÖ-nahes «Desinformationsportal». Bei RT, Epoch Times und Reitschuster.de handelt es sich in den Augen des ISD um «explizite Verschwörungsportale und rechtspopulistische Webseiten».

Diesen Plattformen wirft der Bericht unter anderem vor, systematisch Angst geschürt zu haben. Besonders scharf tadelt der Bericht: Ohne harte Evidenz hätten diese Medien ständig «Impftote» thematisiert, was zu «einer grossen Verunsicherung in der Bevölkerung» geführt habe. Auch sei regelmässig «mit Schadensabsicht» über Nebenwirkungen des AstraZeneca-Vakzins informiert worden.

Weiter sei ständig über «Impfschäden» berichtet worden. Dazu heisst es in dem Bericht: «Es wird insbesondere vor Langzeitschäden und Unfruchtbarkeit gewarnt und behauptet, dass die Nebenwirkungen der Impfstoffe gefährlicher seien als das Virus selbst.» Auch hätten zahlreiche Beiträge auf den erwähnten Plattformen regelmässig vor einer Impflicht gewarnt, «Experten» diskreditiert und «Verschwörungsmythen» verbreitet.

Prominent erwähnt wird auch Corona-Transition

Unter «Schweizer Medien» heisst es in dem Bericht: «Neben den Online-Auftritten der beiden auflagenstärksten Tageszeitungen der deutschen Schweiz, 20 Minuten und Blick, wird … häufig auf die Schweizer Webseite ‹corona- transition.org› verwiesen. Die Webseite wurde im März 2021 540.000-mal besucht und wird laut ihrem Impressum vom Verein ‹Corona Reset› betrieben. Gründer des Vereins ist der Journalist und Corona-Skeptiker Christoph Pfluger.»

Brisant: Der Bericht machte zuletzt mehrere Empfehlungen, wie Regierungen und Gesundheitsämter mit den «Desinformationen» umgehen sollten. Lesen kann man dort unter anderem:

«Die deutsche und die österreichische Regierung sollten die bestehenden Regulierungen von Technologieplattformen im Hinblick auf die Notwendigkeit verhältnismässiger und risikobasierter Regulierungsansätze überprüfen.»

Konkret plädiert der Bericht dafür, dass impf- und regierungskritische Beiträge künftig durch die Algorithmen der Tech-Giganten noch schlechter auffindbar sein sollten.